Wo bleibt die Gestaltungsfreiheit, die in der heute immer volatileren, unsichereren, komplexeren und mehrdeutigeren wenn der Ruf nach Regeln und Gesetzen in jeden Winkel der Gesellschaft dringt, weil die Angst umgeht, etwas könnte „aus dem Ruder“ laufen?

Ein Gesetz, das Unternehmen und Mitarbeiter zwingt, im Homeoffice zu arbeiten? Was soll das denn?

Die FAZ bringt es im Artikel „Arbeitsministerium treibt Homeoffice-Gesetz voran“ auf den Punkt: „Möglich ist aber auch, dass die Frage, ob Homeoffice gut oder schlecht für Erwerbstätige ist, vom Einzelfall abhängt. Homeoffice sei nicht gleich Homeoffice, glaubt daher die Soziologie-Professorin Anja Abendroth, die an der Uni Bielefeld in einem DFG-Projekt zum Thema forscht. „Welche Chancen und Risiken sich letztlich manifestieren, hängt entscheidend davon ab, wie genau Homeoffice in Betrieben faktisch gestaltet und umgesetzt wird.““

Der Markt braucht Mündigkeit, selbstbestimmte Unternehmer und eigenverantwortlich handelnde arbeitende Menschen, die nicht in starren Vorschriften an der Lösung der Probleme ihrer Kunden behindert werden. Vielleicht war ja schon Kaiser Friedrich weitsichtiger als die heutigen Regierenden, als er mit seinem berühmten Ausspruch vom 22. Juni 1740: „Jeder soll nach seiner Façon selig werden“ Toleranz und Offenheit gegenüber Menschen mit eigenen Ansichten zeigte.