Die Wohnungsnot ist groß und was ist dafür die beste Lösung?

Für viele gerade in meiner Stadt Berlin liegt das auf der Hand: Wohnungen zurück in kommunales Eigentum!

WRONG TURN

Vielleicht wäre es besser gewesen, die Wohnungen in kommunaler Hand zu behalten, vielleicht aber auch nicht – wer weiß das schon? Entscheidungen, auch die zur Wohnungsprivatisierung in der Vergangenheit, können ja weder richtig noch falsch sein, da die Alternative unbekannt ist. Wo wir ohne den massenhaften Verkauf der Wohnungen heute stünden, kann man nur spekulieren…
Aber eins ist sicher: Ein Rückkauf der Wohnungen zum Marktpreis wäre ökonomischer Wahnsinn für die öffentliche Hand und damit den Steuerzahler und eine Enteignung unter dem Marktwert eine üble Missachtung der im Grundgesetz verankerten hohen Wertschätzung privaten Eigentums.
Besser ist es, dem komplexen Problem der Wohnungsnot auch mit komplexen Lösungsansätzen zu begegnen. Einen Vorschlag dazu versucht die Immobilienzeitung:
Enteignung-von-Wohnungskonzernen
Auch wenn unter diesen 50 Vorschlägen wirklich gute Ideen zu finden sind, wie z.B. die Punkte 2 „Baugesetze vereinfachen“, 8 „Modulbau fordern und fördern“, 29 „Einfach und damit günstiger bauen“, 30 „Chancen von 5G für Wohnen erkennen“ oder 49 „Abschaffung des Baukindergelds“, wird auch einiges hervorgebracht, was der Vordenker in der neuen Arbeitswelt und Buchautor Lars Vollmer so treffend als „Hirten-Reflex“ bezeichnet: Der Ruf nach mehr Regeln, Gesetzen und Vorschriften, die bürgerliche Freiheiten einschränken und den Menschen Verantwortung entziehen, anstatt mündiges Verhalten zu ermöglichen.
Ein Beispiel dafür findet sich unter Punkt 31: „Homeoffice im Gesetz verankern“.
Die immer komplexer werdende Arbeitswelt im Informationszeitalter erfordert mehr Freiheiten in den Formen der Zusammenarbeit, nicht mehr Einschränkungen und starre Regeln! Da ist noch ein neues Gesetz nicht die richtige Antwort.
Dr. Bernd Slaghuis schreibt dazu in einem Artikel bei XING sehr treffend: „Es wäre ein weiteres Gesetz samt zugehörigem Bürokratiemonster, das den Grabenkampf Arbeitnehmer gegen Arbeitgeber weiter befeuert, statt beide Seiten in einer modernen Arbeitswelt als Partner auf Augenhöhe vertrauensvoll näher aufeinander zuzuführen.“
Ralf Haase Home Office
Wenn wir wollen, dass diese unsere Gemeinschaft mit all den über viele Jahrzehnte erkämpften Freiheitsrechten erhalten bleibt und die Bürger mündige Menschen sind, dürfen wir uns weder weitere Gesetze und Vorschriften, die uns entmündigen, noch opportunistische Entscheidungen gegen unseren demokratischen Grundkonsens gefallen lassen!

Es grüßt Sie herzlichst
Ihr
Ralf Haase